
- Mindestens zehn Tote und über 25 Verletzte
- Mutmaßliche Schützin stirbt offenbar durch Suizid
- Zwei Tatorte – Ermittler prüfen Zusammenhang
Ein Schusswaffenangriff hat die kleine Gemeinde Tumbler Ridge im Westen Kanadas erschüttert. Nach Angaben der Behörden kamen mindestens zehn Menschen ums Leben. Unter den Toten befindet sich auch die mutmaßliche Angreiferin. Zudem wurden mehr als 25 Personen verletzt, einige davon schwer. Die Polizei spricht von zwei Tatorten. Neben der weiterführenden Schule entdeckten Einsatzkräfte später zwei weitere Tote in einem Wohnhaus. Ermittler prüfen einen Zusammenhang zwischen beiden Orten. Hinweise auf weitere Beteiligte gibt es bislang nicht.
Einsatz am Mittag: Polizei findet mehrere Opfer im Schulgebäude
Kurz nach Mittag Ortszeit gingen laut Medienberichten Notrufe wegen Schüssen an der Tumbler Ridge Secondary School ein. Als die Beamten eintrafen, bot sich ihnen ein Bild des Grauens. Mehrere Menschen waren bereits tot, weitere schwer verletzt. Ein Opfer erlag "Spiegel" zufolge auf dem Weg ins Krankenhaus seinen Verletzungen. Zwei Schwerverletzte wurden per Hubschrauber in Spezialkliniken geflogen. Schüler und Lehrkräfte wurden aus dem Gebäude gebracht und betreut. Die mutmaßliche Schützin starb nach ersten Erkenntnissen an einer selbst zugefügten Verletzung.
Täterin identifiziert – Motiv weiter unklar
Die Polizei bestätigte, dass es sich bei der Angreiferin um eine Frau handelt. Weitere Details zu ihrer Identität wurden zunächst nicht veröffentlicht. Warum sie die Tat beging, ist bislang Gegenstand der Ermittlungen. Auch mögliche Beziehungen zwischen ihr und den Opfern werden untersucht. Weibliche Täterinnen sind bei vergleichbaren Gewalttaten äußerst selten. Entsprechende Fälle machen statistisch nur einen sehr kleinen Anteil aus.
Seltene Gewalttat in Kanada
Schwere Angriffe an Bildungseinrichtungen sind in Kanada vergleichsweise selten. Das Land verfügt über strengere Waffengesetze als die USA und weist deutlich weniger Schusswaffen pro Kopf auf. Beobachter sprechen von einer der schwersten Gewalttaten an einer Schule in der kanadischen Geschichte. Vergleichbare Ereignisse sind dort Ausnahmefälle.
Bestürzung bis auf Regierungsebene
Kanadas Premierminister zeigte sich tief betroffen und sprach den Opfern und ihren Familien sein Mitgefühl aus. Eine geplante Auslandsreise sagte er ab. Auch lokale Vertreter riefen zur gegenseitigen Unterstützung auf. Während die Ermittlungen weiterlaufen, bleibt die Gemeinde in Trauer zurück. Viele Fragen sind noch offen.
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