
- Sie war "Baby Rider" bei Instagram: Diana Bahadori ist tot
- Influencerin (19) bei Iran-Protesten von Schüssen getötet
- Iranische Behörden sprechen von Verkehrsunfall als Todesursache von "Baby Rider"
Motorräder waren ihre große Leidenschaft und machten sie bei Instagram als "Baby Rider" mit einer Fangemeinde von 212.000 Followern zum Star - nun ist Diana Bahadori mit nur 19 Jahren gestorben. Zu den Todesumständen der Influencerin kursieren mehrere Versionen, die mit den Protesten im Iran in Verbindung stehen.
Sie war "Baby Rider" bei Instagram: Diana Bahadori mit 19 Jahren gestorben
Bereits am 8. Januar 2026 ist Diana Bahadori Angaben der britischen "Daily Mail" zufolge in der iranischen Stadt Gorgan tödlich verletzt worden. Nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Hyrcani Human Rights wurde die junge Frau während der Proteste von Sicherheitskräften erschossen. Die iranischen Staatsmedien verbreiten hingegen eine andere Version: Demnach sei die Motorrad-Influencerin bei einem Verkehrsunfall gestorben, als sie gegen eine Leitplanke prallte.
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Trauer um "Baby Rider": Influencerin bei Iran-Demonstrationen erschossen
Die unabhängige Nachrichtenseite "Iranwire" berichtet unter Berufung auf Menschenrechtsorganisationen, dass Bahadori bei den Demonstrationen getötet wurde. Ihre Familie steht offenbar unter massivem Druck der Behörden, die offizielle Unfallversion zu bestätigen. Nach dem Tod der 19-Jährigen suchte ihre Familie zwei Tage lang nach ihr. Erst am 11. Januar wurde ihnen der Leichnam von Diana Bahadori übergeben.
Diana Bahadori trug kein Kopftuch und fuhr Motorrad - ein doppelter Tabubruch im Iran
Diana Bahadori hatte sich auf Instagram eine beachtliche Fangemeinde aufgebaut. Mehr als 212.000 Menschen folgten ihren Beiträgen, in denen sie sich beim Fahren leistungsstarker Motorräder zeigte. Dabei trug sie demonstrativ kein Kopftuch – ein doppelter Verstoß gegen die Regeln des iranischen Regimes. Denn im Iran ist es Frauen seit Jahrzehnten untersagt, Motorrad zu fahren. Ein entsprechendes Verbot macht es ihnen unmöglich, einen Führerschein dafür zu erhalten. Auch die Kopftuchpflicht gilt als unantastbar.
Eines der letzten bei Instagram geposteten Video zeigte die junge Frau in einer Lederjacke, wie sie während der Fahrt mit ihrem Motorrad ein iranisches Lied sang. Für viele ihrer Followerinnen verkörperte sie damit einen Moment der Freiheit in einem System strenger Kontrolle.
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Tödliche Schüsse auf Biker-Influencerin - offizielle Behörden sprechen von Unfall als Todesursache
Die Menschenrechtsorganisation Hyrcani Human Rights rekonstruiert den Ablauf der Ereignisse, die zu Diana Bahadoris Tod führten, wie folgt: Am 8. Januar gegen Mitternacht soll Diana Bahadori zweimal von Sicherheitskräften angeschossen worden sein. Die Proteste in Gorgan wurden demnach mit extremer Gewalt niedergeschlagen – Augenzeugen berichten von schwerem Waffeneinsatz gegen Demonstranten.
Die iranischen Staatsmedien präsentieren eine völlig andere Darstellung. Ihnen zufolge hieß die Verstorbene in Wirklichkeit Shahrzad Mokhami und kam am 22. Januar bei einem Aufprall auf eine Autobahnleitplanke in der Provinz Golestan ums Leben. Die Diskrepanz zwischen den Datumsangaben bleibt ungeklärt.
Familie von 19-jährig verstorbener Influencerin unter Druck der Geheimdienste
Laut einer familiennahen Quelle stellten die Behörden Bedingungen für die Freigabe des Leichnams: Die Angehörigen von Diana Bahadori sollten eine geheime Beerdigung durchführen und öffentlich bestreiten, dass Regierungskräfte für den Tod verantwortlich seien. Auf Diana Bahadors Instagram-Account erschien kurz darauf eine Story, die von einem Unfall sprach und Follower aufforderte, keine Gerüchte zu verbreiten. Die Menschenrechtsgruppe Hyrcani Human Rights erklärt jedoch, diese Erklärung sei unter Zwang der Geheimdienste entstanden.
Die Proteste im Iran begannen Ende Dezember nach dem Absturz der Landeswährung und weiteten sich schnell aus. Die in den USA ansässige Human Rights Activists News Agency beziffert die Opferzahl der Niederschlagung auf mindestens 6.221 Tote, darunter 100 Kinder. Über 42.300 Menschen wurden demnach festgenommen.
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